Stadt Oelsnitz Erzgebirge

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Traditionspunkt 7 Deutschland-Schacht I

Deutschland-Schacht-Strasse, 09376 Oelsnitz
geteuft:    1871 -1874 auf 695 Meter
verfüllt:    1968

Der „Deutschlandschacht I" wurde vom 24. Juli 1871 bis zum 20. Oktober 1874 bis auf 699 Meter geteuft. Es wurden insgesamt 7 Flöze durchörtert. Die größte Mächtigkeit von 2,96 m traf man bei einer Teufe von 680,60 m an. Der Schachtquerschnitt betrug 5,23 m mal 1,83 m. Wegen großer Druckverhältnisse kam es immer wieder zu Zusammenbrüchen. Der „Deutschlandschacht II" wurde als Schwestergrube des „Deutschlandschachtes I" vom 22. April 1872 bis 1877 auf 638 m geteuft. Im gleichem Jahr begann die Förderung. Im Jahre 1879 erfolgten weitere Teufungen auf 751 m und im Jahre 1920 auf 850 m. Auf der Schachtanlage II wurde
1920 ein neuer Förderturm von 50 m Höhe errichtet. Am 2. August 1877 gelang es in einer Tiefe von 663,30 m, die beiden Schächte zu verbinden. Durch die damit verbundene günstige Wetterführung sanken die hohen Temperaturen, womit wiederum höhere Arbeitsleistungen erzielt werden konnten.
Die Gewerkschaft „Deutschland" ging 1946 durch Enteignung in den Status eines volkseigenen Betriebes (VEB) über. Am 1. Januar 1960 vereinigten sich der „Deutschland"und „Karl-Liebknecht-Schacht" zum VEB Steinkohlenwerk Oelsnitz/Erzgeb. Beide „Deutschlandschächte" wurden 1969/70 verfüllt.
Zusammenfassung

Werkzugehörigkeit:
ab 1871 Steinkohlenbauverein Deutschland
ab 1889 Gewerkschaft Deutschland
ab 1945 in Volkseigentum, seit 1949 als VEB Steinkohlenwerk Deutschland
ab 1960 VEB Steinkohlenwerk, Betriebsabteilung Deutschland
Technische Angaben:
1871 - 1874 abgeteuft auf 694 m Förderschacht
Aufgeschlossene geologische Formation:
Rotliegendes 617 m
Karbon               76 m
Urgebirge             2 m
Kohlenmächtigkeit:
12 m in 8 Flözen
Schachtscheibe:
Rechteckig 5,20 x 1,84 m
Verwahrung:
Vom 18. April bis 10. Juni 1968 erfolgte die Verfüllung mit 9.226 m³ Waschbergen sowie eine Nachfüllung mit 173 m³.
Schachtabschluss:
Betonplatte 1 t/m²
Besondere Vorkommnisse:
Beim Setzen der Verfüllmasse (bis zu 30 m) ist es während des Verfüllvorganges zum Abreißen des Schachtausbaus gekommen. Ein Schachtbruch ist es dadurch jedoch nicht eingetreten.
Angaben zu Überbauten:
Das Fördergerüst aus Stahl wurde 1970 abgerissen
(Aus Turmstütze 25/1/2010, Behrens)

 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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