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Stahl-Spindeltreppe und Fußgängersteg am Viadukt

Freie Presse berichtete  am 08./09.April 2006 zur Verjüngungskur für altes Viadukt:
... jetzt soll das geschichts­trächtige Bauwerk saniert und im Rahmen des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes eine Aufwertung erfahren.  Es ist beschlossen:   Das fast 130 Jahre alte Viadukt in der Bergbaustadt soll einer umfassen­den Sanierung unterzogen werden....
4_viadukt0 Das Projekt mit der Stahltreppe und dem Weg
4_viadukt

 


 

 

Das fast 130 Jahre alte Eisenbahnviadukt in Oelsnitz.
-FOTO
-REPRODUKTION: ANDREAS TANNERT


Freie Presse am 06./07. März 2010 zur Viaduktaufwertung:fussgaengerviadukt

Fußgängersteg auf halber Höhe der Mauer

Stählerne Überführung am Oelsnitzer Viadukt verkürzt ab Herbst den Weg Richtung Friedhofstraße

-Wanddurchbruch auf bergmännische Art-

VON RONNY SCHILDER

Oelsnitz. Die massive Oelsnitzer Eisenbahnüberführung, die den Namen „Viadukt" nur aus historischen Gründen trägt, wird zum Jahresen­de aus Richtung Roter Schule etwas interessanter wirken als bisher. Ein Fußgängerübergang soll etwa sechs Meter unterhalb der Krone bis in Höhe Rudolf-Breitscheid-Straße und dann durch den Viadukt hindurch zur anderen Seite geführt werden. Der Neubau verkürzt den Weg zwi­schen Oberer Haupt- und Friedhof­straße. Der Bau ist vom 17. Mai bis 26. November geplant.

Der Viadukt kann eine ästheti­sche Aufwertung gut vertragen. Der neue Weg, in Stahlbauweise ausge­führt, wird der Mauer auf der Zen­trumsseite mehr Struktur verleihen. 744.000 Euro kostet der Bau. Davon kommen 75 Prozent aus dem Euro­päischen Fonds für regionale Ent­wicklung (Efre), sagte der Oelsnitzer Beigeordnete Jens Barnickel. Die Tag-der Sachsen-Stadt erhält damit quasi eine Europa-Brücke.

Der Aufstiegsturm auf Seiten der Oberen Hauptstraße entsteht dort, wo heute der kleine Parkplatz liegt. Die Spindel der Wendeltreppe reicht 1o,5o Meter hoch, mit Turm­haube misst das Bauwerk 14 Meter. Der Gitterroststeg führt dann etwa sechs Meter unterhalb der Krone entlang, erläutert Bauamtsleiter Thomas Trültzsch. Das ist, auf die Gesamthöhe des Viadukts gesehen, oberhalb der Mitte. Drei Aussichts­punkte bieten Blicke auf die Innen­stadt. Genau über dem Hegebach liegt eine Ausweichstelle.

Nach etwa 45 Metern endet der Gitterroststeg über dem Durchlass der Rudolf-Breitscheid-Straße. Der Weg biegt in einen Tunnel ab, der durch den Viadukt führt, und wech­selt auf die Rückseite. Dort bindet er in Richtung Friedhofstraße an. Der Tunnel, etwa fünf Meter lang, wird im bergmännischen Vortrieb errich­tet: Abschnittsweise muss der Durchlass mit Spritzbeton gesichert werden, bevor es weitergeht. Der hohe Innendruck im Viadukt rührt vor allem vom Eigengewicht des Bauwerks her, sagt Trültzsch. Die Züge, die in rascher Fahrt darüber hinwegfegen, fallen weniger ins Ge­wicht. Der Tunnel ist mit drei Me­tern Breite und 2,50 Meter Höhe in Bogenform geplant.

Den Hersteller der Stahlkon­struktion ermittelt die Stadt als Bau­herr demnächst im öffentlichen Ausschreibungsverfahren. Die Sub­mission erfolgt voraussichtlich nach Ostern. Der Stahlbau muss vorgefertigt, an den Viadukt gelie­fert und dort montiert werden. Das Gesamtgewicht des Stahlbauwerks haben die Planer, die Ingenieurge­sellschaft Schulze und Rank aus Chemnitz, mit 36 Tonnen berech­net. Jens Barnickel rechnet damit, dass die Stahlkonstruktion erst nach dem „Tag der Sachsen" empor­wachsen wird. Eventuell könnten am ersten Wochenende im Septem­ber das Gerüst und die Fundamente stehen. Am Viadukt selbst werden Neugierige zunächst den Tunnel­bau über der Breitscheidstraße beobachten können. Etwa 112 Ku­bikmeter Abraum sollen beim Tun­nelbau bewegt werden.

Die Planungen für die Fußgän­gerbrücke in Oelsnitz hatten laut Barnickel vor drei Jahren begonnen. Die Zusammenarbeit mit der Regio Infraservice GmbH als Pächter der Citybahnstrecke bezeichnete der Beigeordnete als reibungslos.

DAS STICHWORT Oelsnitzer Viadukt

Die reichlich 130 Jahre alte Eisen­brücke wies einst fünf große Bögen auf -- deshalb „Viadukt". 1926 wur­den die ersten Bögen (an der Oberen Hauptstraße) ausbetoniert, die rest­lichen drei Bögen verschwanden in den fünfziger Jahren. Grund dafür war die Einsturzgefahr wegen Sen­kungen infolge des Bergbaus. Wenn man am Viadukt auf der Rudolf­-Breitscheid-Straße vor der Roten Schule steht, verdeutlicht der abge­rutschte rechte Gebäudeteil ein­drucksvoll, wie instabil der Unter­grund im Hegebachtal war. (ros)

(Oberhalb des Durchlasses der Breitscheidstraße wird ein Tunnel in die Wand getrieben. Dort wechselt der Weg die Seite.                        -FOTO: ANDREAS TANNERT)

 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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