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Energie vom eigenen Kraftwerk


Zur Erzeugung der im eigenen Betrieb für die Gewinnung der Kohle, ihrer Förderung, Aufbereitung und Verladung benötigten Energie in Form von elektrischen Strom, Druckluft und Dampf hat die Gewerkschaft "Gottes Segen" auf dem Territorium des Kaiserin-Augusta-Schachtes von 1933 bis 1943 in
mehreren Etappen ein neues Kraftwerk errichtet. Neben der Eigennutzung erfolgte auch Abgabe von elektrischer Energie an das Landesnetz, aus dem andererseitz in Notfällen Energie entnommen werden konnte. Dem Kesselhaus wurden nur ballastreiche Brennstoffe zugeführt, die im Handel oder der Industrie nicht absetzbar waren. Es handelte sich dabei um ein sehr feinkörniges Gut, das zu etwa 45% aus Filterkohle, zu 45 % aus Trockenstaub und zu 10% aus Mittelprodukt von den Setzmaschinen bestand. Der Aschegahal t lag zwischen 30-35%, der untere Heizwert bei etwa 3500-4000 kal/kg. Der Eigenverbrauch im Kesselhaus betrug etwa 10% der verwertbaren Förderung, stieg aber in den Jahren 1947 bis 1970 auf über 35%. Die Gründe lagen in den immer schlechter werdenden Flözverhältnissen und der rückläufigen Entwicklung der Förderung. Im Kesselhaus standen 4 Strahlungskessel für 21 at Dampfdruck und 450 °C Überhitzung. Jeder Kessel war an dem 70 Meter hohen, oben 4 Meter lichten Schornstein angeschlossen.
Der Brennstoff für das Kesselhaus wurde während der Betriebsstunden der Aufbereitung über Gummitransportbänder den Bunkern im Kesselhaus zugeführt. Diese waren jedoch sehr klein und nur für die Aufnahme  für eine reichliche Betriebsstunde geeignet. Deshalb war zwischen Kesselhaus und Aufbereitung ein Kesselkohlenbunker von 1200 Tonnen dazwischengeschaltet. Stand die Aufbereitung, so entnahm das Kesselhaus den benötigten Brennstoff diesem Bunker mit Hilfe eines Becherwerkes. Mit Dampf beliefert aus dem Kesselhaus wurde an erster Stelle eine von derAEG aufgestellter Turbogenerator zur Stromerzeugung. Er bestand aus Turbine, Kondensation und Generator und hatte eine Wirkleistung von 7000 kW. Neben elektrischer Energie wurde im Grubenbetrieb Druckluft in größeren Mengen zum Betreiben von schlagenden Werkzeugen, zum Blasversatz oder für Motoren benötigt. Aber auch im Tagebetrieb wurde Druckluft in größeren Mengen gebraucht. Zu ihrer Erzeugung standen der Gewrkschaft "Gottes Segen" zwei Turbokompressoren und ein Dampfkolbenkompressor zur Verfügung. Ein weiterer Hochdruckkompressor diente zum Aufladen der unter Tage eingesetzten Druckluftlokomotiven.

 

 
 
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