Stadt Oelsnitz Erzgebirge

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Gewinnung der Kohle

Der Abbau der Flöze aller Mächtigkeiten erfolgte im Strebbau, teils mit, teils ohne Versatz. Die Abbaue wurde in zwei Dritteln, Früh- und Mittagschicht, zum Auskohlen belegt. Der Ortsführer oder Brigadeleiter waren  für den sicherheitstechnischen Zustand des Abbaues  verantwortlich. Der Hauer verrichtete alle für die Kohlegewinnung notwendigen Arbeiten. Dazu gehörte die Gewinnungder Kohle im vorgegebenen Abschnitt, Laden der Kohle in das Transportmittel, Sicherung der Firste über den Arbeitsplatz durch Pfähle und Holzschwarten, Einbringen des endgültigen Ausbaus in Holz mit Unterzug, Stempel und Sattel oder mit Kappen und Stempeln aus Eisen. Das Einbringen des Blasverstatzes, das Umstzen der Wanderpfeiler oder das Rauben der Stempel beim Bruchbau wurde vorwiegend, das Verlegen der Abbaufördermittel zwangsläufig außerhalb der Kohlegewinnung während der Nachtschicht durchgeführt. In den söhligen, ansteigenden oder geneigten Abförderstrecken wurden Schüttelrutschen, Kratzbänder, Gummitransportbänder oder Stahlgliederbänder in verschiedenen Ausführungen, im Blindschacht abwärts Wendelrutsche oder Gestellförderung, aufwärts Gestell- oder Gefäßförderung angewendet.Im Streb dienten Schüttelrutschen (mit Druckluftmotor, später mit elektrischen Antrieb.  Ab 1951/52 waren dann fast ausschließlich elektrische Zweikettenkratzförderer (Panzerförderer genannt) im Einsatz. Die Kohlegewinnung erfolgte fast ausschließlich mit dem Abbauhammer. Auch in den Streben, in denen geschrämt oder geschossen oder beides zugleich gemacht wurde, war der Abbauhammer erforderlich. Genügte  bei der Härte der Kohle der Abbauhammer nicht, wurden  Schrämmaschinen (30 kW Kettenschrämmaschine, 3 Tonnen) eingesetzt. Die Schrämtiefe betrug 1,85 m mit 150-180 m³ unterschrämte Fläche je Schicht. In den letzten Jahren der Förderung wurde mehr und mehr das organisierte Schießen im Abbau angewendet. Damit wurde der Kohlenstoß aufgelockert und die körprlice Anstrengung des Hauers vermindert.

 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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