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Aufbereitung der Rohkohle

Als Bindeglied zwischen Kohlenabbau und Absatz war die Aufbereitungsanlage die Betriebsstelle, die die gesamte Förderung verarbeiten mußte und daher die wichtigste  Tagesanlage eines Bergwerkes war. Die erste Aufbereitung der Kohle erfolgte schon von jeher in der Grube. Die groben Berge wurden mehr oder weniger aus dem Haufwerk ausgeschieden und als Versatz in der Grube belassen.
Bei der schnellen Aufwärtsentwicklung der Industrie stiegen sowohl die Qualitätsforderungen (Asche-,Schwefelgehalt, flüchtige Besatndteile, Heizwert) als auch die Nachfrage nach aufbereiteter Kohlen aller Sorten und Klassen. Die mit
Rohkohle gefüllteb Förderwagen wurden vom Förderschacht über Hakenkettenbahnen zur Entleerung der Doppelkreiswippern zugeführt. Die Kohle rutschte auf ein Rost, durch dessen Maschen das Gut unter 60 mm Korngröße in einen Bunker fiel. Das verbleibende Gut rutschte auf ein Leseband, an dessen beiden Seiten ältere oder nicht mehr grubentaugliche Bergarbeiter oder auch Frauen. Eine erste Gruppe  klaubten die reinen Steine heraus. Eine nächste las aus Stein und Kohle verwachsene Stücke heraus. Die verbliebenen Kohlestücke gingen zu einem Verladeband, dessen bewegliches Ende sich bis zum Boden eines auf einer Waage stehenden Eisenbahnwagens herabsenken ließ, so daß eine schonende Verladung der Stückkohle möglich war.
Die verwachsenen Stücke wurden auf 60 mm zerkleinert und dem Rohkohlebunker zugeführt. Die Berge -ebenfalls auf 60 mm zerkleinert- gelangten in den Waschbergebunker. Dort erfolgte die Mischung der gebrochenen Leseberge mit den Waschbergen zur gemeinsamen Verwendung beim Blasversatz in der Geube.  Die vorhandenen Rohkohlenvorratsbunker faßten 1200 Tonnen.  Die Rohkohle gelangte von hier über Transportbänder und Brecherwerkeauf Klassiersiebe und floß dann den Setzmaschinen zu. Auf den Setzmaschinen erfolgte die Sortierung in Reinkohle, Zwischengut und Berge. Eingebaut waren Kolbensetzmaschinen. Durch die Auf- und Abwärtsbewegung des Wassers bildeten sich übereinandergelagerte Schichten nach dem spezifischen Gewicht der Gemengteile, und zwar so scharf, dass reine Kohle, ein echtes Mittelgut und reine Berge aus der Setzmaschineausgetragen werden konnten. Die Reinkohlekam in Verladebunker, das Mittelgut kam als Kesselkohle in den Kesselkohlenbunker und die Berge in den Waschbergbunker.
Die Aufbereitung wurde 1925/26 im Zusammenhang mit fer Modernisierung der Schachtanlage "Kaiserin-Augusta" gebaut und hatte eine Leistung von 230 Tonnen in der St
unde. Der Umlaufwasserbedarf  lag bei 2300 m³ pro Stunde. 1936 erfolgte eine Erweiterung durch Schaffung zusätzlicher Verladebunker. Mit der Übernahme der Förderung von den Deutschlandschächten wurden 1964/65 moderne luftgesteuerte Setzmaschinen von den Skoda-Werken in Pilsen eigebaut.

 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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