Stadt Oelsnitz Erzgebirge

Sie befinden sich in: Home Technik und Technologie Abteufen

Abteufen der Schächte

Das Schachtabteufen im Oelsnitzer Revier war verhältnismäßig einfach und stes von Hand durchgeführt worden. Das zu durchteufende Gebirge war fast überall Standfest und nur wenig wasserführend. Die Oelsnitzer Hauptschächte wurden unter Verwendung eines einetagigen Fördergestells abgeteuft. Das Wegladen der durch Sprengen gelockerten Gesteinsmassen erfolgte von Hand unmittelbar in den auf dem Förderkorb stehengebliebenen oder auf Platten aus dem Korb herausgezogenen Förderwagen. Der Ausbau der Schächte erfolgte in Holz (getränkt) oder Mauerung. Mit der Konzentration der gesamten Förderung beim Kaiserin-Augusta-Schacht in den Jahren 1931-1934 ging Hand in Hand das Auffahren einer neuen Fördersohle und der Einbau der zweiteZur Sicherung der Querschläge n Förderanlage.
Das Auffahren von söhligen,  möglichst gerader Querschläge wurde wesentlich erleichtert mit der Einführung der Seilbahn.+Zur Ausrichtung der innerhalb des Grubenfeldes stark gestörten Feldesteile mußten jährlich mehrere hundert Meter Querschlag aufgefahren werden. Der Querschnitt der Querschläge  schwankte je nach Verwendungszweck zwischen 8 und 18 m². Bevorzugt wurden immer die größeren Querschnitte,, sie boten dem Durchzug der Grubenwetter geringeren Widerstand, für den Einbau der Fördermittel und dem sonstigen Verkehr mehr freien Raum und gestatteten auch eine vorübergehende Ablagerung von Ausbaumaterialien. Die Sicherung der Querschläge erfolgte meist mit starren Ausbau. Die Ausbauarten richteten sich nach der Streckenart (kurzlebig, längerlebig) und es kamen  entsprechende Gesteinshauer zum Einsatz. Von Bedeutung für denFortschrit der Gesteinsarbeiten war das Einhalten eines ganz bestimmten Rhythmus (achtstündiges Drittel): 1. Drittel Abbohren des Abschlages und Abschießen; 2. Drittel Vorstrecken und Wegladen; 3. Drittel Verbauen, Gestänge nachrücken, Vorbereitung für neuen Abschlag.Für den Gesteinsvortrieb wurden u.a.  Druckluft-Bohrhämmer  mit Bohrstütz und Spülkopf (Schutz vor Gesteinsstaub)sowie  Bohrwagen eingesetzt. Der Bohrwagen bestand aus einer fahrbaren Bühne auf Schienen. Durch mechanische Halteeinrichtungen konnten bis zu 7 Bohrhämmer eingesetzt werden (Bohrgeschwindigkeit zwischen 8 bis 20 cm in der Minute). Zum Schießen im Gestein wurde erst Dynamit, später Gelentinedonarit benutzt. Bei Schlagwettergefährdeten Gesteinsarbeiten verwendete man einen Wettersprengstoff. Das Wegräumen der Berge erfolgte in der Regel durch Handarbeit. Nach und nach wurde die Arbeit durch Maschienen erleichtert, wie Überkoflader und Schrapper. Mit Hilfe dieser Ladegeräte gelang es, einen Abschlag von etwa 2 Meter Ziefe bei 15 m² Querschnitt (ca. 45 m³ lose Masse), in 3-4 Stunden wegzuladen.
 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

good views "Oelsnitz Erzgebirge"

Anmelden

English Chinese (Traditional) Czech French German Italian Japanese

Routenplaner





Created by Ziegert IT

Glück Auf!

Wir haben 68 Gäste online

Montantourismus

  Erlebnisheimat_Erzgeb
 

                   Siegel_Montanregion

                  kultlogoK_200_100

     Erzgebirge - informativ - gesucht und gefunden

logo1

Logo-800-Jahre-Oelsnitz_RGB_72dpi


Umfragen

Welche Bedeutung hat für Sie der Status UNESCO-Welterbetitel "Montanregion Erzgebirge"
 
Wie schätzen Sie die Bewerbung zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2015 ein, als