Stadt Oelsnitz Erzgebirge

Sie befinden sich in: Home Tag der Sachsen Kosten-Neutralität

Kein Kater nach der Sachsenfete

Kämmerin nach Trendrechnung erleichtert: Stadt Oelsnitz muss für Tag der Sachsen nichts zuschießen

VON BERND APPEL

Oelsnitz. Der Tag der Sachsen ist offenbar auch finanziell ein Erfolg geworden: Oelsnitz
bettlermüsse nichts zuschießen, erklärte Kämmerin An­gelika Hans gestern bei einem Aus­wertungsgespräch im Rathaus. End­gültig abgerechnet werden könne aber erst im November, doch die Trendrechnungen ließen eine „Kos­ten-Neutralität" erkennen.

Selbstverständlich ist das nicht: Die Stadt Mittweida musste im ver­gangenen Jahr über eine halbe Mil­lion Euro für ihren Tag der Sachsen drauflegen, in Reichenbach blieb ein Minus von 8o.ooo Euro zurück.

Bürgermeister Hans-Ludwig Richter, Cheforganisator Tilo Nüßler und der Beigeordnete Jens Barni­ckel zogen gestern gemeinsam mit der Kämmerin eine Bilanz des Ereig­nisses. Dessen Kosten werden auf 1,5 Millionen Euro beziffert, der Freistaat Sachsen gewährte einen Zuschuss von 700.000 Euro. Die Dif­ferenz von 800.000 Euro konnte vor allem durch Einnahmen aus den Standgebühren geschlossen wer­den. Von den Parkgebühren bekam die Stadt nur einen Bruchteil: Eine Spezialfirma war beauftragt worden und hatte diese Aufgabe komplett in Eigenregie gelöst.

Als wichtigstes Ergebnis des Ta­ges der Sachsen nannte Bürgermeis­ter Richter ein neues, starkes „Wir­Gefühl" der Oelsnitzer Bevölkerung. Die Zufriedenheit über das gelunge­ne Fest sei groß. Richter hofft, dass die gelöste und entspannte Atmo­sphäre des Festes noch eine Weile in den Alltag hineinwirkt. Außer­dem verwies er auf die nachhaltigen Investitionen, etwa in den Straßen­bau, die Stadthalle und andere Ge­bäude, die im Vorfeld des Tages der Sachsen erfolgt waren.

Erneut lobten die Sachsentag-Ver­antwortlichen den angesichts von 380.000 Besuchern überraschend rei­bungslosen Ablauf der gesamten Veranstaltung. Nur drei Kinder sei­en während der Festtage vorüberge­hend verloren gegangen. Zwei wur­den so schnell an die Eltern überge­ben, dass sie gar nicht an der einge­richtete Fundstelle ankamen.

Unbekannt ist das Schicksal ei­nes Hundes, der im Gewühl eben­falls verloren ging. Ein anderer Hund wurde gefunden - leider nicht der vermisste. Zwei falsch par­kende Autos wurden abgeschleppt, drei weitere umgesetzt. Diese Zah­len seien für eine derartige Veran­staltung geradezu „lächerlich", meinte Barnickel. Nicht so lustig finden die Organisatoren die Tatsache, dass 13 ihrer 102 grünen Stehti­sche spurlos verschwunden sind, Diese waren überall im Stadtgebiet platziert worden, damit die Besu­cher ihren Imbiss problemlos ver­zehren konnten.

Etwas aus dem Takt geriet der Umzug, der statt zwei Stunden am Ende zweieinhalb dauerte. „Wir hatten nicht erwartet, dass der MDR so stark hineingeht", meinte Richter. Durch die Interviews mit den Teil­nehmern habe es Stockungen im ge­nau geplanten Ablauf gegeben. Dies wiederum führte dazu, dass die letz­ten der 129 Bilder nicht mehr im Fernsehen übertragen werden konnten.

Medizinisch versorgt wurden Be­sucher mit Kreislaufproblemen, Frakturen, Prellungen, Schnittwun­den und allergischen Reaktionen nach Wespenstichen. Ein Gast blieb sogar über Nacht im Notkranken­haus; laut Barnickel hatte er zu tief ins Glas geschaut.

Richter bedankte sich bei Mitt­weida, dass die Oelsnitzer im Vor­feld „tief in die Karten" habe schau­en lassen. Oelsnitz seinerseits lässt Kamenz von seinen Erfahrungen profitieren: Schon gestern saß man mit „Spähern" des Ausrichters für 20 11 im Rathaus zusammen.

Freie Presse 09. September 2010
-Foto: privat



 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

good views "Oelsnitz Erzgebirge"

Anmelden

English Chinese (Traditional) Czech French German Italian Japanese

Glück Auf!

Wir haben 73 Gäste online

Montantourismus

  Erlebnisheimat_Erzgeb
 

                   Siegel_Montanregion

                  kultlogoK_200_100

     Erzgebirge - informativ - gesucht und gefunden

logo1

Logo-800-Jahre-Oelsnitz_RGB_72dpi


Äquatorsteiger Karli mit einer guten Bilanz

maskottchen-karlitds_sachsen_2010freiberg