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90 Jahre Bergarbeitersiedlung

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Ein Hunt erinnert noch heute an die Anfänge

Am Wochenende feiert die Siedlung „Am Eichenbusch" in Stollberg ihr 90-jähriges Bestehen - Fotos aus Chronik jetzt auch im Internet
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VON VIOLA HEIDRICH

Stollberg. Dass die Siedler „Am Ei­chenbusch" zu feiern verstehen, dürfte bekannt sein. Die regelmäßi­gen Siedlerfeste strahlen bis ins Dürerwohngebiet, hinter dem die Siedlung liegt, aus. Am kommenden Wochenende legen sie noch eins drauf: Dann wird das 90-jährige Be­stehen gefeiert.

So wie die Feste und Umzüge des Siedlerbundes ihre Tradition haben, so gehört auch eine Ausstellung zur Historie der Siedlung dazu. Joachim Parthey, der die inzwischen vier Ord­ner dicke Chronik seit 1952 führt, hat im Siedlerheim an der Linde be­reits mit den Vorbereitungen begon­nen. Heute will er die ersten Fotos aufhängen. Anschauen kann man sie sich während der Festtage immer dann, wenn auch Veranstaltungen rund ums Heim oder im Festzelt stattfinden, sagt Parthey.

Parthey widmet sich allerdings nicht nur der Vergangenheit seiner Siedlung. Er geht mit der Zeit: Eine ausgewählte Anzahl Fotos aus der Chronik steht jetzt auch im Internet. Am Computer kann man so Aufbau und Entwicklung der ersten Bergarbeitersiedlung in der Region verfol­gen. Gegründet wurde diese wegen der Regelung, dass kein Bergmann weiter als sechs Kilometer von der Grube entfernt wohnen durfte. Noch heute erinnert ein Hunt an die ersten Bewohner der Siedlung. Er steht vor einem der ersten fünf Bergarbei­ter-Doppelhäuser und ist Teil des Bergbaulehrpfades Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenrevier. Auch Parthey war Wismut-Kumpel, er arbeitete als Sprengmeister.

Als die ersten Siedler 1920 began­nen, ihre Häuser zu bauen, fehlte al­les: Straße, Strom, Wasser, Gas. Neun Jahrzehnte später haben die Bewoh­ner zumindest mit dem Zustand der Straßen in der Siedlung und dem zum Teil fehlenden Fußweg Proble­me. Das könnte nach 9o Jahren mal in Ordnung gebracht werden, meint Parthey. Und Sven Ficker, der Vorsit­zende des Siedlerbundes, hofft, dass es mit Wasser und Abwasser fürs Vereinsheim bald losgehen kann. Abwasserseitig gebe es noch techni­sche Probleme, und wasserseitig ste­he die Finanzierung noch nicht. Hier stehe man mit der Stadt in Verhand­lungen. Oberbürgermeister Marcel Schmidt sei zu den Feierlichkeiten eingeladen und vielleicht bringt er diesbezüglich gute Nachrichten mit, hoffen die Siedler.

FESTPROGRAMM

Freitag: 15 Uhr Eröffnung, Bieranstich im Zelt, 18 Uhr Lampionumzug, 19 Uhr Tanz. Samstag: 10 Uhr Frühschoppen und Kinderspaß, 14 Uhr Buntes Nachmittags­programm unter anderem mit Kindermo­denschau und Knüppelkuchen backen, 19 Uhr Tanz mit Duo Kontakt Sonntag: 10 Uhr Frühschoppen und Skat­turnier, 15 Uhr Kaffee und Kuchen. Hüpfburg an allen Tagen.

Bild oben links: Die Aufnahme aus den 1930er-Jahren zeigt Bauarbeiten an einem Haus im Querweg. Die Siedler halfen sich untereinander. B.o.mitte: Zu feiern wussten die Eichenbusch-Siedler schon immer. Rund 70 Ziegel huckepack - Hand­arbeit und viel Kraft waren gefragt. B.o.rechts: Dieser Umzug fand im Jahr 1954 statt.     -FOTOS: SIEDLUNGSCHRONIK

 

Freie Presse 27.Mai 2010

 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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