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Montanregion ist weltweit einmalig

Freistaat: Erzgebirge soll Welterbe werdenschoeneaussicht

 Sächsische Regierung macht sich erstmals für Unesco-Projekt stark - Minister: Montanregion ist weltweit einmalig

VON UWE KUHR

Thum. Sachsen nimmt erneut Anlauf für einen Weltkulturerbe-Titel der Unesco. Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat gestern auf einer Tagung in Thum erstmals seit der Aberkennung dieses Prädikats für das Dresdner Elbtal im vergangenen Jahr die Unterstützung der Landesregierung für ein neues Vorhaben erklärt. Vorgesehen ist die deutsch-tschechische Kultur- und Industrielandschaft des Erzgebirges mit ihren zahlreichen Zeitzeugnissen des Bergbaus. 
„Diese Montanregion ist weltweit einmalig", konstatierte Ulbig. „Eine Bewerbung um den Welterbetitel erscheint deshalb sinnvoll." Er machte jedoch die Zustimmung des Freistaats von zwei Bedingungen abhängig. So müsse sicher sein, dass die wirtschaftliche Entwicklung des Erzgebirges durch Verpflichtungen aus dem Weltkulturerbe nicht behindert werde und sich alle beteiligten Kommunen vorbehaltlos für diesen Schritt aussprechen.
Diese Forderungen sieht Helmuth Albrecht, Initiator und Motor des Projekts, bereits erfüllt. Man habe aus den Fehlern Dresdens gelernt, erklärte der Professor der TU Bergakademie Freiberg. „Wir wollen nicht alles unter Schutz stellen, sondern nur 34 typische Objekte." Darunter seien Teile der Stadtkerne von Freiberg, Schneeberg, Marienberg und Annaberg, aber auch Bergwerke, Hüttenbetriebe und Haldenlandschaften. Einer Studie zufolge kann der Welterbetitel ein zusätzliches Potenzial allein für den Tourismus vor allem durch ausländische Besucher von 200 Millionen Euro im Jahr bringen.
 
In Sachsen sind drei Kreise sowie 38 Gemeinden beteiligt. Dieser breiten Bewegung wolle sich der Freistaat nicht verschließen, betonte der Innenminister. Mit seinem Wohlwollen ist Sachsen offenbar auch um Wiedergutmachung bemüht. Dresden hatte mit dem umstrittenen Bau der Waldschlösschenbrücke mitten durch sein Schutzgebiet 2009 die weltweit erste Aberkennung eines Weltkulturerbe-Titels provoziert. Die Bundesregierung erklärte seinerzeit, dass dadurch Deutschlands Verhältnis zur Weltkulturorganisation gelitten habe. Mittelsachsens Landrat Volker Uhlig (CDU) hätte sich deshalb auch mehr Rückendeckung aus Dresden gewünscht. „Mit der Montanregion tun wir nicht nur uns einen Gefallen, sondern ganz Sachsen."  Das Projekt soll 2013 bei der Unesco eingereicht werden.

Freie Presse 18. Mai 2010
(Foto privat)


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Welterbe-Projekt Erzgebirge beschäftigt Prager Parlament

Grüne in Dresden begrüßen einen Sinneswandel im Freistaat

VON UWE KU HR

Prag/Dresden. Der Vorstoß der sächsischen Landesregierung, eine Bewerbung des Erzgebirges zum Weltkulturerbe bei der Unesco zu unterstützen, ist gestern im Senat des tschechischen Parlaments posi­tiv aufgenommen worden. Auf ei­ner Tagung über die Entwicklung des böhmischen Teils des Erzgebir­ges auf der Prager Burg hat der Initi­ator des Projekts, Helmuth Albrecht von der TU Bergakademie Freiberg, das grenzübergreifende Vorhaben vorgestellt. Nur einen Tag zuvor hatte Sachsens Innenminister Mar­kus Ulbig (CDU) eine entsprechen­de Bewerbung bei der Weltkulturor­ganisation erstmals offiziell für den Freistaat als sinnvoll bezeichnet.
 
„Die tschechische Seite betrachtet das Welterbeprojekt für die Entwick­lung des Erzgebirges als Schlüssel­projekt", sagte Albrecht nach der Ta­gung. Ein Vertreter des tschechi­schen Kulturministeriums habe zum Ausdruck gebracht, dass nun die Aufnahme von Kontakten auf Regie­rungsebene erwartet würde.
In Dresden haben die Grünen das Umdenken der Landesregierung be­grüßt. „Der Welterbetitel bedeutet für die Erzgebirgsregion nicht Still­stand", betonte der Karl-Heinz Gers­tenberg, kulturpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Die gesamte Initiati­ve wolle ein lebendiges Netz aus Na­tur- und Kulturdenkmalen schaffen. Dafür stelle die Aufnahme in die in­ternationale Liste der Welterbestät­ten „eine große Chance" dar.

Freie Presse 19.05.2010

Oelsnitz hofft auf mehr Rückenwind

Bergbaustadt ist als einzige im Altkreis Stollberg bei Welterbe-Projekt „Montanregion Erzgebirge" vertreten

 Oelsnitz. Nachdem Sachsens In­nenminister Markus Ulbig (CDU) zu Wochenbeginn erstmals die Be­reitschaft der Staatsregierung zur Unterstützung des Weltkulturerbe­Projektes „Montanregion Erzgebir­ge" in Aussicht gestellt hat, hofft der Oelsnitzer Bürgermeister Hans-Lud­wig Richter (parteilos) nun auf ein stärkeres Engagement des Freistaa­tes. „Das Vorhaben kann nicht nur ei­ne Angelegenheit der beteiligten Kommunen sein, sondern hier ist auch das Land gefragt", sagte er. Nun werde es unter anderem darauf an­kommen, dass die Landtagsabgeord­neten der Region das Projekt aktiv be­gleiten, sagte das Stadtoberhaupt.

Richter gehört dem Gesamtvor­stand des Fördervereins „Montanregi­on Sachsen" an, der die Bewerbung um den Titel Weltkulturerbe bis 2013 auf den Weg bringen will. Vorgese­hen ist, zwischen Altenberg und Schneeberg etwa drei Dutzend für die Bergbauregion typische Objekte un­ter den Schutz der Welterbe-Konven­tion zu stellen. Hinzu kommen auch einige auf der böhmischen Seite des Erzgebirges.

Die vom Steinkohlebergbau ge­prägte Stadt Oelsnitz ist die einzige Kommune im Altkreis Stollberg, die bei dem Vorhaben berücksichtigt werden soll. Schwerpunkt bildet da­bei das Bergbaumuseum mit den an­grenzenden Anlagen. Bürgermeister Richter könnte sich aber auch vorstel­len, zusätzlich einstige Bergarbeiter­siedlungen oder das Gebäude des heutigen Berufsschulzentrums in Er­wägung zu ziehen. Samt Internat war es einst eigens für die Ausbildung von Bergbaulehrlingen gebaut worden. Eine erste Arbeitsgruppensitzung fand im März in Oelsnitz statt. Die nächste Sondierungsrunde ist laut Richter für die Zeit nach dem Tag der Sachsen geplant.

Das Bergbaumuseum in Oetsnitz. -FOTO: ULF DAHL (ARCHIV)

www.montanregion-erzgebirge.de
Freie Presse 20. Mai 2010


 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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