Stadt Oelsnitz Erzgebirge

Sie befinden sich in: Home Hohndorf

Steinkohlebauverein Hohndorf

Um 1460 tauchte der Flecken Hohndorf erstmalig im Terminier­buch der Zwickauer Franziskaner­mönche auf. Ab 1740 begann sich die Strumpfwirkerei rasch zu entwickeln. 1854 wohnten in Hohndorf 64 Strumpfwirker. In den Dreißiger Jahren des ver­gangenen Jahrhunderts erreichte Hohndorf mit nahezu 7500 Ein­wohnern seine zahlenmäßig größ­te Ausdehnung.
Nach 1870 dehnte sich das Stein­kohlenrevier Oelsnitz-Lugau auch auf Hohndorf aus. Der Steinkohlenbauverein Hohndorf  wurde am 9. Oktober 1871 gegründet und besaß ein Grubenfrld von 220 ha, das sich auf die Gemeinden Hohndorf, Bernsdorf und Gersdorf erstreckte. Innerhalb kürzester Zeit veränderte sich die Infrastruktur einer ganzen Region.
Mit der Entstehung des Helene­schachts, Idaschachts und der drei Vereinigtfeldschächte setzte ein starker Zuzug von Arbeiter­familien und Bergleuten nach Hohndorf ein. Tschechische und italienische Arbeiter bauten Eisen­bahnlinien und Viadukte. Dampf­lokomotiven schnauften heran und brachten Holz, Stahl und För­deranlagen, in entgegengesetzte Richtung lieferten endlose Züge das "Schwarze Gold" in alle Welt. Von den fünf Steinkohlenschäch­ten auf Hohndorfer Flur waren die beiden Vereinigtfeldschächte I und III mit jeweils 1200 Meter Tiefe lange Zeit die tiefsten in ganz Europa. Nicht zu vergessen: ein natürliches Reservoir unter Hohndorf versorgte Schächte, Kohlewäschen und Bergbaube­triebe mit sprudelndem Wasser. Anfang 1960 jedoch waren die Kohlevorräte endgültig erschöpft. Eine Ära ging zu Ende, die ebenso gekennzeichnet war von harter Arbeit, Erfolgen und bergmänni­scher Zusammengehörigkeit unter Tage wie von Ausbeutung, Rück­schlägen und Katastrophen. Fünf Halden, einige Betriebs­gebäude, zwei Traditionsstätten am Vereinigtfeld- und Helene­schacht sowie das freundliche "Glück auf" der hier lebenden Bür­ger erinnern bis heute an den Bergbau in Hohndorf. Die Natur jedoch hatte nach Jahrzehnten des Raubbaus, der Verwüstungen und der massiven Eingriffe in das Landschaftsprofil wieder Gelegenheit, sich zu erholen. Trostlose Halden begrün­ten, Industriebrachen wurden abgerissen oder umgenutzt und die Entwicklung zur attraktiven Wohngemeinde begann. Verände­rungen, die bis heute umsichtig vorangetrieben werden.

(Textauszug/Bild aus "Hohndorf, einst und jetzt)




 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

good views "Oelsnitz Erzgebirge"

Anmelden

English Chinese (Traditional) Czech French German Italian Japanese

Routenplaner





Created by Ziegert IT

Glück Auf!

Wir haben 176 Gäste online

Montantourismus

  Erlebnisheimat_Erzgeb
 

                   Siegel_Montanregion

                  kultlogoK_200_100

     Erzgebirge - informativ - gesucht und gefunden

logo1

Logo-800-Jahre-Oelsnitz_RGB_72dpi


Kinderclub Bergbaumuseum gestaltet seine Webseiten selbst

2010-04-05__28

IMG_0140

Umfragen

Welche Bedeutung hat für Sie der Status UNESCO-Welterbetitel "Montanregion Erzgebirge"
 
Wie schätzen Sie die Bewerbung zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2015 ein, als