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Lern-Stadt-Museum in Sachsen

Kinder gestalten Spielplatz am Förderturm

Das Bergbaumuseum Oelsnitz und die Kita Naseweis in Neuwürschnitz sorgen dafür, dass sich Kinder kreativ austoben können

Oelsnitz. Im August erst war das gemeinsame Projekt von Kindergarten Naseweis Neuwürschnitz und Bergbaumuseum Oelsnitz Preisträger beim Wettbewerb "Lern-Stadt-Museum in Sachsen - Schüler entdecken Museen" geworden und hat 500 Euro eingeheimst. Jetzt steht bereits der Fahrplan zur Durchführung. Ein Fahrplan, der reichlich Mut beweist. Das Bergbaumuseum will in seinem Außengelände am markanten Förderturm einen Spielplatz nach den Ideen der Kinder errichten.

Im Januar und Februar kommenden Jahren werden sich die Kinder bei Sonderführungen ein eigenes Bild vom Bergbaumuseum machen. Im März entwerfen sie ihre Modelle für einen Bergwerks-Spielplatz. Bis Juni soll das erste Element seiner Bestimmung übergeben werden. "Die Kinder sollen ein Erfolgserlebnis noch vor ihrer Einschulung haben", sagt Museumspädagogin Marion Dittmann.Lern-Stadt-Museum_

Der Wettbewerb "Lern-Stadt-Museum" war vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport und der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen ausgelobt worden. Damit wird vor allem ein Ziel verfolgt: Die ortsnahen Museen sollen als Lernort in den Alltag der Kinder einbezogen werden, sodass die Kinder Geschichte, Natur und Kultur der Region erforschen können.

Damit haben die Projektpartner von Oelsnitz und Neuwürschnitz bereits gute Erfahrungen, denn in einem ähnlichen Projekt wurde bereits der Spielplatz der von der Arbeiterwohlfahrt betriebenen Kita Naseweis konzipiert. Bei mehreren Besuchen im Bergbaumuseum holten sich die Kinder Anregungen im Bergbaumuseum. Anschließend brachten sie ihre Eindrücke in selbst gestalteten Modellen in eine Form, die an den Förderturm des Bergbaumuseums angelehnt ist. Nach diesen Modellen wurde schließlich der Spiel- und Kletterturm auf dem Gelände der Kita gebaut.

Marion Dittmann ist von dieser Zusammenarbeit noch immer mehr als fasziniert: "Das Konzept der Kita ist sehr modern. Ich war begeistert, was dort kreativ, kulturell und handwerklich alles möglich ist." Und so wurden die Förderturm-Modelle der Kinder auch schon in der Eingangshalle des Bergbaumuseum ausgestellt.

Mit dem jetzigen Projekt soll die Zusammenarbeit neu belebt und intensiviert werden. Und das Museum will sogar noch einen Schritt weiter gehen: Der jetzt geplante Spielplatz soll nicht nur für Kita-Kinder, sondern öffentlich zugänglich sein. Er soll zudem die verschiedenen Aspekte des Bergbaus spielerisch einbeziehen: Förderturm, Streckenlabyrinth, die Trennung von förderwürdigen Bestandteilen und Abraum mittels Sieben sowie Transportmittel wie Hunt, Förderband und Lokomotive sollen zu den Bestandteilen gehören.

Mindestens zwei Kindergartenjahrgänge können ihre Ideen für den Spielplatz beisteuern und so Zugang zu diesem regionalen Traditionsthema finden. Denkbar sind anschließend Patenschaften für die verschiedenen Spielgeräte, wodurch die Steppkes auch als Schulkinder mit ihrem Spielplatz verbunden bleiben - und den Jüngeren ihre Erinnerungen an die Entstehung weitergeben.

Für das Museum ist es wichtig, die Verbindung zu den Erbauern aufrecht zu erhalten. Marion Dittmann: "Die Kinder sind heute unser wichtigster Bodenschatz. Wir wollen, dass sie hier verwurzelt sind, und wir wollen ihnen Flügel verleihen. Ich hoffe, dass dieses Projekt unserem Museum auch eine Generation von Nachwuchsknappen bringt."

 

In Freie Presse erschienen am 27.09.2011 ( Von Cristina Zehrfeld )



 
 
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