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Bergbaumuseum blickt auf 25 Jahre zurück

  Das Jahr 2011 wird im Bergbaumuseum von ei­nem Jubiläum geprägt sein: Die Einrichtung wur­de vor 25 Jahren eröffnet.25jahrebbmuseum1

 VON VIOLA HEIDRICH

 OELSNITZ - Fünf Jahre, nachdem der Karl-Liebknecht-Schacht - bis 1946 Kaiserin-Augusta-Schacht - 1971 stillgelegt worden war, begannen Bergleute, das Bergbaumuseum Oelsnitz aufzubauen. Nach zehn Jahren Beräumung, Aufbau und Ge­staltung war es so weit: Das Muse­um konnte eröffnet werden. Das war zum „Tag des Bergmanns" am 4. Juli 1986. 25 Jahre später prägt die­ses Ereignis das Museumsjahr. Hö­hepunkt wird eine Festwoche vom 24. Juni bis 3. Juli sein.

Viel hat sich getan in den 25 Jah­ren. Seit dem Frühjahr 2000 ist das Außengelände in den Museums­rundgang integriert. Hier wird berg­bauliches Großgerät gezeigt - wie ein Stahl-Förderturm und eine Trommelfördermaschine. „Auch das kleine Sägewerk hinter dem Ma­schinenhaus wurde Ende der 1990­er-Jahre aus Burkhardtsdorf in das Museum umgesetzt", erklärt Muse­umsleiter Jan Färber. Der Transport einer Dampflok auf das Gelände sei ebenfalls ein Höhepunkt gewesen.

Erst seit Herbst vergangenen Jah­res gelangt man von der Kasse über den Treppenturm auf die Brücke, die früher zur Überquerung der Gleise der Werksbahn diente. Diese führt in den 1939 errichteten „Rundbau", früher Verwaltungsgebäude und Bergmannskantine. Dort befindet sich die jüngste Attraktion des Mu­seums: ein anhand fossiler Funde nachgestalteter Steinkohlenwald.

 Die politische Wende brachte ­auch dem Bergbaumuseum einen Besuchereinbruch. Zählte die Einrichtung mit einem Einzugsgebiet weit über die Region hinaus bis 1990 rund 450.000 Besucher, so waren es in der etwa viermal so langen Zeit danach knapp 448.000. Färber: „Bis 1996 waren es noch etwa 30.000 Be­sucher pro Jahr, dann gingen die Zahlen schlagartig zurück, als ande­re Freizeiteinrichtungen entstan­den." Zu beachten seien da auch der demografische Wandel und die Ab­wanderung in die alten Bundeslän­der. „Das Problem ist vielschichtig."25jahrebbmuseum2

 Färber: „Seit 2009, seitdem wir auch Veranstaltungen anbieten und unsere museumspädagogischen An­gebote ausbauen, nimmt die Zahl - entgegen dem Trend in anderen Mu­seen - wieder leicht zu." Außerdem soll das Sonderausstellungsgesche­hen intensiviert werden, wovon sich Färber ebenfalls eine Zunahme der Museumsbesuche erhofft. Insgesamt zählte das Museum von der Er­öffnung bis Januar exakt 897.698 Besucher.

Die 9oo.oooer-Marke wird also in diesem Jahr geknackt.

Bild oben: Jüngste Attraktion: der nachgestaltete Steinkohlenwald mit bis zu sechs Meter hohen Bäumen. Im Foto Museumsleiter Jan Färber und Marketing-Mitarbeiterin Carmen Bindrich. FOTO: A. TANNERT/ARCHIV

Bild unten: Blick 25 Jahre zurück: Am 4. Juli 1986 wurde das Bergbaumuseum eröffnet.
FOTO: HERBERT KARPF/ARCHIV


Freie Presse 09.02.2011
www.bergbaumuseum-oelsnitz.de


 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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