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Wiederbelebung Kohlekraftwerk

Kraftwerk kann im Juni besichtigt werdenkraftwerk003

Tag der offenen Tür in spektakulärem Neuoelsnitzer Industriegebäude am 13. Juni - Ehemalige Mitarbeiter besichtigen früheren Arbeitsplatz

Das Projekt der Kultur-Arbeits­gemeinschaft des Stollberger Gymnasiums zur Wiederbele­bung des stillgelegten Neuoels­nitzer Kohlekraftwerkes nimmt Gestalt an. Nach einer Begehung des Gebäudes mit der Bauaufsicht des Erzgebirgs­kreises steht einem Tag der of­fenen Tür nichts mehr im Weg.

VON FRANZISKA ENGELMANN

Oelsnitz. Der Termin für den Tag der offenen Tür steht fest: Am 13. Juni will man das Kraftwerk der Öffentlichkeit vorstellen.

An der Präsentation hat die Kul­tur-AG unter Leitung von Kunstleh­rerin Viola Lippold in den letzten Wochen intensiv gearbeitet. Seit Mitte März fertigen die Jugendli­chen zusammen mit dem Diplom­Designer Christoph Roßner Kunst­objekte, die sie in der Industriebra­che hinter dem Bergbaumuseum installieren. Mittlerweile hatten die Gymnasiasten auch ehemalige Kraftwerk-Arbeiter zu einer Besich­tigung ihres früheren Arbeitsplat­zes eingeladen. Das Wiedersehen nach rund 15 Jahren haben die Schüler unter Anleitung von zwei Mitarbeitern der Filmwerkstatt Chemnitz gefilmt.

Bereitwillig erklärten Mitglieder der ehemaligen Belegschaft den Ju­gendlichen technische Abläufe oder gab Auskunft über den damaligen Arbeitsalltag. Viele der früheren Kollegen haben das Gebäude zum ersten Mal seit der Stilllegung wie­der betreten. Dementsprechend schockiert waren sie vom jetzigen Zustand. „Es ist erschrt ckend, wie alles in den Jahren verfallen ist", meinte Kornelia Gebelein, die neun Jahre lang als Sachbearbeiterin im Heizkraftwerk beschäftigt war.

Dkraftwerkoffen004as Kraftwerk, in dem durch­schnittlich 95 Leute in Lohn und Brot standen, erzeugte bis 1970 Strom. Dann wurde es auf die Pro­duktion von Wärme umgestellt. Bis Anfang der lggoer Jahre wurden beispielsweise die Lugauer Kamm­garnspinnerei und die Poliklinik so­wie das Kulturhaus in Oelsnitz be­liefert. Im Juni 1994 verließen die letzten drei verbliebenen Arbeiter das Werk. Einer von ihnen war Ober-Maschinist Harald Friedrich. Der Lugauer, der seit 1959 im Werk beschäftigt war, blickte zurück: „1991 gab es erste Andeutungen auf eine Schließung. Von da an wurdendie Maschinen auf Verschleiß gefah­ren." Heute ist die Firma Sita Roh­stoffwirtschaft die Eigentümerin des Gebäudes.

Das gesammelte Filmmaterial und ihre Kunstwerke werden die Gymnasiasten zum Tag der offenen Tür präsentieren. Außerdem sind Führungen durch Teile der Indust­riebrache und ein Konzert der Stoll­berger Rockband Sinkless geplant. Mit der Aktion verfolgt die Kultur­AG ein langfristiges Ziel: die Räume des ehemaligen Kraftwerkes sollen irgendwann wieder genutzt werden, zum Beispiel als Galerie oder als Bühne für Theatergruppen.

Foto oben: Schüler des Stollberger Gymnasiums setzen sich für eine Wiederbelebung des Oelsnitzer Kraftwerks ein. Dabei werden sie unter anderem vom Diplomdesigner Christoph Roßner (3. v. r.) beraten, der mit den Teilnehmern der Schüler-Arbeitsgemeinschaft weiße Bänder in dem alten Kraftwerk spannte.                      

Foto unten: Das ehemalige Oelsnitzer Kohle- und Heizkraftwerk hinter dem Bergbau­museum ist seit fast 20 Jahren verwaist. Stollberger Schüler wollen ihm wieder Leben einhauchen - und mit dem Projekt geht es aufwärts. -FOTOS: ANDREAS TANNERT

(Freie Presse 12. Mai 2009)

 
 
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