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Revitalisierung von Industriebrachen

Freie Presse vom 24. März 2009

Kunst im Kohlekraftwerk: Mitstreiter für Vision gesucht, Kultur-Arbeitsgemeinschaft rückt vergessene Objekte ins öffentliche Blickfeld

  VON FRANZISKA ENGELMANN  

Oelsnitz. Dem verlassenen Kohlekraftwerk in Oelsnitz will die Kultur-Arbeitsgemeinschaft des Stollberger Gymnasiums neues Leben einhauchen. Die Industriebrache hinter dem Bergbaumuseum ist seit fast 2o Jahren verwaist und steht unter Denkmalschutz. Nun haben die Lehrerin Viola Lippold und der Schlemaer Künstler Christoph Roßner zusammen mit den Sieben-­ und Achtklässlern der Kultur-AG das Gebäude genauer inspiziert. „Es ist mir wichtig, außerschulische Lernorte zu finden", betont Viola Lippold, Kunstlehrerin am Stollberger Gymnasium. Orte, an denen Heranwachsende fernab der gewohnten Unterrichtsatmosphäre ihre Kreativität walten lassen kön­nen. Verlassene Gebäude stellen solche Orte der Kreativität und damit ein zentrales Wirkungsfeld der Kultur-Arbeitsgemeinschaft (AG) dar. In der AG, die Viola Lippold leitet, engagieren sich Schülerinnen und Schüler des Stollberger Gymna­siums mit dem Ziel, scheinbar ver­gessene Objekte erneut in das öffentliche Blickfeld zu rücken. Gemeinsam stemmen sie immer wieder neue Projekte, die unter der Überschrift „Verlassen - Verwandelt - Neubelebt" laufen. Wie erfolg­reich diese Aktionen sein können, hat sich am Beispiel des Stollberger Bürgergartens gezeigt. Jetzt steht ein stillgelegtes Kohlekraftwerk in Neuoelsnitz im Mittelpunkt der Be­mühungen. Die Jugendlichen sollten zu­nächst darüber nachdenken, was sich in der Industriebrache künstlerisch umsetzen lässt. Ihre Ideen ha­ben sie in Skizzen festgehalten. Und an Ideen mangelte es wahrlich Nicht: vom Wohnzimmer mit Teppich, Tapete und Sofa über eine Galerie aus bunten Lampen bis hin zur Begrünung des Kraftwerkes reichten die Einfälle. Als erstes künstlerisches Element spannte Christoph Roßner mit den AG-Teilnehmern weiße Bänder im Gebäude. Der Diplom­Designer hat bereits an früheren Projekten der Gruppe, wie dem Lugauer Kino und dem Stollberger Bürgergarten, mitgewirkt. Den Vorteil  solcher Aktionen sieht er darin, dass die Jugendlichen neue Möglichkeiten für Orte in Umbruchsituationen ausloten können. Unterstützung erfährt das Kraftwerk-Projekt auch durch das Gründerzentrum des Altkreises Stollberg (CAP). Denn das Projekt soll letztlich auch der Berufsorientierung dienen. Die Schüler erhalten Einblicke in Tätigkeitsfelder rund um Medien, Architektur und Gestaltung. Christoph Roßner, Viola Lippold und die Jugendlichen der Kultur-AG wünschen sich, dass das aktuelle Vorhaben eine Erfolgsgeschichte wie die des Bürgergartens wird. Eine Nutzung des Kohlekra twerkes als Galerie und Ausstellungsraum, als Bühne für Theatergruppen oder als Schauplatz für Konzerte schwebt ihnen vor. Doch zur Verwirklichung dieser Visionen sind Helfer gefragt. Deshalb hoffen sie, weitere Interessenten und Investoren für ihr Projekt begeistern zu können. Der Eigentümer des Gebäudes, die Sita Rohstoffwirtschaft, ist jedenfalls von dem Vorhaben überzeugt. Niederlassungsleiter Uwe Kretzschmar: „Wir werden das Projekt so gut wie möglich unterstützen."

Foto oben: Niklas Galt, Vanessa Morgenstern und Stephanie Fasold (von links) gehören zu den Mitgliedern der Kultur-AG des Stollberger Gymnasiums, die sich am Wochenende im Oelsnitzer Kraftwerk umgeschaut haben.

Foto unten: Das ehemalige Oetsnitzer Kohle- und Heizkraftwerk hinter dem Bergbaumuseum ist seit fast 20 Jahren verwaist.  Jetzt wollen ihm Stollberger Schüler wieder Leben einhauchen. -FOTOS: ANDRAS TANNERT (2)

 
 
 
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