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Grüße kommen aus aller Welt

  

Ansichtskartenaktion zum Tag der Sachsen zeigt, wohin es Oelsnitzer verschlagen hat        

VON VIOLA HEIDRICH 

Oelsnitz. Auf dem Tisch liegen kreuz und quer Ansichtskarten ver­streut - aus ganz Deutschland und ein paar auc h aus der großen weiten Welt. Aber ganz gleich, ob die Absen­der aus Kassel, Berlin, Aachen oder Wien kommen - sie eint ihre Her­kunft: Oelsnitz im Erzgebirge. Genau das wollte Mathias Brunner, als er die Ansichtskartenaktion ins Leben rief: ehema lige Oelsnitzer dazu bringen, zum Tag der Sachsen einen Gruß in die alte Heimat zu schicke n.  

Über Amtsblätter und das Inter­net machte er sein  Ansinnen be­kannt, und viele Oelsnitzer halfen, indem sie weggezogene Verwandte und Bekannte inf ormi erten. Exakt 95 Kartengrüße haben den  53-Jähri­gen bis gestern erreicht. Und er hofft, dass es bis zum Tag der Sachsen noch wesentlich mehr werden. Denn er will zeigen, „wo die Leute abgeblie­ben sind". Viele habe es, als es mitder Steinkohle zu Ende ging, wegen der Braunkohle in die Lausitz oder zum Kupferbergbau nach Sachsen­Anhalt verschlagen, sagt er.   

 Den weitesten Weg hat der Gruß von Anett und Thomas Schumann zurückgelegt. Sie haben ihren (zeit­weiligen) Wohnsitz im afrikani­schen Ruanda. Liselotte Hutschen­reuter, geboren 1932 in Oelsnitz, wanderte 1956 aus und schickte nun eine Karte aus einem Baseler Vorort, wo sie seit 1962 lebt. Manche woh­nen aber auch „gleich um die Ecke", wie Karten aus Niederwürschnitz, Lugau und Zwönitz beweisen. Über­wiegend sind es bisher ältere Ex­Oelsnitzer, die sich gemeldet haben. Darum hofft Brunner auch auf Reso­nanz auf einen Aufruf seiner Tochter auf der Internetplattform studiVZ. Etliche hätten ihr dort schon eine Postkarte angekündigt, aber noch nicht zum Stift gegriffen. Noch sei ja auch Zeit, sagt er. Aber bis eine Woche vor dem Fest sollten die Karten schon da sein. Die meisten Ansichts­karten hat Brunner bereits auf einer privaten Oelsnitzer Internetseite ver­öffentlicht. Für die Zeit des Sachsen­tages hat er sowohl vom Modehaus Jakubeit als auch vom Spielzeug-Eck das Angebot, die Karten in deren Schaufenstern auszustellen.

Was nach dem Tag der Sachsen mit ihnen geschieht, weiß Brunner noch nicht. Hätte Oelsnitz eine Art Heimatmuseum, wären sie sicher dort gut aufgehoben, sagt er. So aber will er abwarten, welche Ideen es für den Verbleib der Kartengrüße aus al­ler Welt gibt.

 

KONTAKT

Anschrift: Mathias Brunner, PF 1112, 09372 Oelsnitz/E. 

ZUR GALERIE

Bild oben rechts: Mathias Brunner hat eine Ansichtskartenaktion zum Tag der Sachsen ins Leben gerufen. Nun erreichen ihn Grüße aus aller Welt. -FOTO: ANDREAS TANNERT

Freie Presse vom 30.06.2010



 
 
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