Stadt Oelsnitz Erzgebirge

Sie befinden sich in: Home Archiv

Läufer überbringen Staffelstab

„Es war grandios – wie wenn die Fahne ins Olympiastadion getragen wird"

Zum ersten Mal in der Geschichte des „Tages der Sachsen" hat eine Stadt den Staffelstab zu Fuß an den nächsten Austragungsort geholt
staffeluebergabe001Laufclub-Vereinschef Erik Kiwitter (links) und seine Mitstreiter wurden mit viel Beifall auf dem Marktplatz begrüßt.

-FOTOS: ANDREAS TANNERT (2)

staffeluebergabe002 „Wir haben ihn!". Bürgermeister Hans-Ludwig Richter (Bildmitte) freute sich kurz vor Mitternacht mit vielen Oels­nitzern und Gästen über die Ankunft des Staffelstabes für den Tag der Sachsen 2010.

VON CRISTINA ZEHRFELD

Oelsnitz. Zum ersten Mal in der Historie des „Tages der Sachsen" hat eine Stadt den Staffelstab auf traditi­onelle Weise zu Fuß an ihren Be­stimmungsort geholt. Am Sonntag Punkt 23 Uhr bogen zwei Dutzend Läufer in voller Mannschaftsstärke auf dem Oelsnitzer Marktplatz ein und brachten so den Staffelstab in die Sachsentag-Stadt des Jahres 2010.

Etwa zweitausend Gäste hatten sich eingefunden und bereiteten den Sportlern einen triumphalen Empfang. 18.45 Uhr war der Oels­nitzer Laufclub mit 14 Läufern in Mittweida gestartet. Unterwegs wechselten sich die Läufer ab. Sechs bis sieben Leute waren immer per pedes unterwegs.

Die Idee zum Staffellauf hatte Bürgermeister Hans-Ludwig Rich­ter: „Das ist ein Vereinsfest und da gehört der Sport dazu." Doch mit seiner Idee rannte er offene Türen ein. Der Laufclub war sofort Feuer und Flamme.

Bei der Übergabe des Staffelsta­bes gab es dennoch erst mal einen kleinen Schreck in der Abendstun­de: Der Stab war bei der Übergabe mit den r8 Wimpeln der bisherigen 18 Ausrichter geschmückt. Schön anzusehen, aber zum Laufen schrecklich unhandlich. Zum Glück konnte die Kordel abgenommenund die Wimpel sicher im Auto ver­staut werden.

Vom Start bis zum Ziel komplett gelaufen ist der zweimalige Sieger des Rennsteiglaufes, Jan Wolffers­dorff. Trotz Protest durfte aber auch er nicht die vollen 45 Kilometer zu Fuß zurücklegen: „Aus Mittweida heraus mussten wir etwa fünf Kilo­meter mit dem Bus fahren, wegen der Parksituation in der Stadt." Nach dieser Zwangsfahrt wurde es jedoch ein Lauffest. Wolffersdorff: „Es ist etwas ganz anderes als andere Rennen. Es war ein ganz besonderes Erlebnis, mit Polizeieskorte zu lau­fen."

Besonders von dem Lauf durch Chemnitz schwärmten die Läufer, denn dort kamen die Sportler dank Absperrung ungehindert über alle Ampelkreuzungen. Mit Franziska Günther ließ es sich auch eine Frau nicht nehmen, die Gesamtstrecke unter die Sohlen zu nehmen. Im Oelsnitzer Laufclub kann das kaum verwundern: „Wir müssen aufpas­sen, dass wir kein Frauenclub wer­den", flachst der Vereinschef Erik Kiwitter. Frauen und Männer hal­ten sich im Klub die Waage und das spiegelte sich auch beim Staffellauf wider.

Überhaupt ist der Verein ein Wohlfühlclub. So wurde der Staffel­lauf nicht als Prestigelauf für Läuferasse ausgelegt. Vom sieben­jährigen Nachwuchs bis zum über5o-jährigen gestandenen Läufer durften es alle genießen, Staffelläu­fer zu sein. So waren die Steppkes Samanta Gerber und Helen Singer die jüngsten Läufer. Jeder lief nach seiner Kondition und bei der An­kunft in Oelsnitz waren alle glei­chermaßen ausgelaugt wie glück­lich.

Der begeisterte Empfang ließ of­fenbar nicht nur den Gästen die Gänsehaut über den Rücken laufen. „Es war grandios auf dem Markt hier anzukommen. Das war, wie wenn die Fahne ins Olympiastadion getragen wird", schwärmte der noch ganz euphorische Vereinschef Erik Kiwitter kurz nach Erreichen des Zieles.

(Freie Presse vom 08. September 2009)

 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

Anmelden

English Chinese (Traditional) Czech French German Italian Japanese

Glück Auf!

Wir haben 68 Gäste online

Montantourismus

  Erlebnisheimat_Erzgeb
 

                   Siegel_Montanregion

                  kultlogoK_200_100

     Erzgebirge - informativ - gesucht und gefunden

logo1

Logo-800-Jahre-Oelsnitz_RGB_72dpi